Gestern hat die Frau an meiner Seite die Partnerschaft in den Wind geschoßen mit der Begründung, die Gefühle seien nicht mehr so wie am Anfang und sie kann mir nicht sagen das sie mich Liebt, obwohl ich das garnicht erwarte, denn Liebe braucht keine Worte sondern Taten & Willen. Ich war zuerst traurig und als Gegenreaktion, um nicht als schwach dazustehen tauchte dann plötzlich Wut auf und ich probierte auf sie einzureden, warum sie alles aufgeben möchte und blablabla ....
Ich stürmte im Haus herum und packte alle meine Sachen und wollte zufuß nach Hause wandern. Währenddessen kullerten mir immerwieder ein paar tränen über die Wange. Aber nach ein paar Schritten sah ich, dass weil ich sie Liebe, ihre Entscheidung hinzunehmen und vielmehr Dankbar zusein für die Gemeinsame Zeit und für all das was ich in mir an Konflikten und unakzeptablen Verhaltensmuster, wir nannten sie "Knödl", erkennen und auflösen durfte. (meine Definition von Liebe ist, für einander da zu sein, in gleicher Augenhöhe zustehen, durch dick und dünn zu gehen, sich gegenseitig zu unterstützen in dieser fucking ego-orientierten Welt, sich einfach ein harmonisches, spaßiges Leben zugestalten und seine "Emotions-& Gedankenkostrukte" aufzulösen)
Ich rief sie dann an und fragte ob sie mich doch nach Hause brigen könnte - es war 10 Uhr abends - und während der Autofahrt verspührte ich nicht diesen Druck & Stress, den ich in den letzten Tagen verspührt hatte. Ich "glaube" dass ich ihre Verhaltens & Gedankenmuster spührte, denn in den letzten Tagen ein zittern verspührt wenn ich in ihrer nähe war und hatte mit Gedanken, dass "sie mit mir Schlußmachen möchte" zu tun oder sie lebte einfach nur meine Ängste, die ich gerade am löschen bin, aus - who knows?
Während der Autofahrt hatten wir sogar Spaß und als wir bei mir zu Hause ankamen, quatschten wir noch ein bisschen und umarmten uns und ich, wie ich es gewohnt war wollt sie noch an ihren knackigen Arsch fassen. Ich sagte noch, sollte sie doch gewillt sein, ihre Familiäre disposition wo Scheidung & Betrug als ihr Vorbild stand und ihre Einstellung wie sich ein Paar zu verhalten und fühlen hat, aufzugeben so wie ich es in dieser Zeit tat und weiter tun werde, und sie doch über ihren Schatten springen will, denn Stark ist sie, dass muß man ihr lassen, dann bin ich dabei, denn ich will das alles nicht einfach so fallen lassen und aufgeben, weil, obwohl die Zeit intensiv wahr, ich doch die leidenschaftlichen, harmonischen und lustigen Momente mehr schätze.
Wirklich Lieben und sich seinem Partner hingeben zu können, geht nur dann, wenn all diese Gedankenknödel die man mit Emotionen geschmückt hat, ob es nun Stress, Zorn, Angst, Depression, Trauer, .....ist, aufgearbeitet sind. Egal ob sie etwas mit der Beziehung zutun hat oder mit anderwertigen Themen, denn das ist was gerade in einem steckt und wenn mans so sagen will ausgestrahlt wird. So lernte ich in den letzten 10 Monaten immer mehr und mehr zu lieben.
Ich wollte immer ein guter "Lover" sein und sie nicht nach ihren Charakteren und wie sie Dinge handhabt beurteilen, doch waren Urteile da und genau diese Urteile, erkannte ich, muß ich in mir korrigieren - es liegt an mir bzw. in einer Partnerschaft an beiden was wir daraus machen und wie wir uns ausrichten - ob man gewillt ist oder ob man sich seiner Urteile & Gedanken hingibt.
Ich dachte mir gestern "okay ich verkrafte es ziehmlich gut", doch heute wurde mir meine innere Welt ans Tageslicht gelegt, als meine Mutter zumir sagt, "Klausi, sei einfach Dankbar, denn wie es scheint hast du in dieser Beziehung viel durcherlebt und viel gelernt, denn du wirkst viel zufriedener und ausgeglichener" und da kamen mir die Tränen und wußte nicht wohin jetzt, so wie gerade jetzt wenn ich das schreibe.
Auch mein Bruder sagte, "man weiß nie wie es noch kommen wird, vielleicht braucht ihr nur mal ne Auszeit, weil doch in eurem Leben einiges neues passiert".
Wir kamen in einer sehr turbulenten Zeit zusammen. Ich in Prüfungsstress & beginn meines Hausbaus, sie in Burn-Out. In meiner Zeit der Prüfungen nahm ich mir wenig Zeit an meinen "Arschlochgesichtern" zu arbeiten, obwohl es doch einiges zu tun gab. Ich mit Prüfung fertig, sie ging 6 Wochen auf Reha. Ich jetzt wieder intensiver am Hausbauen und sie hat einen neuen Job wo sie mit Stress konfrontiert ist und sich noch einen Hund auch anschaffen wollte und dann kam für mich noch meine Eifersuchtsknödel dazu, die ich sowie es mir vorkommt bis zum vorgestrigen Tag beinahe alles beseitigt hatte.
Also wir beide erlebten in unserer Gemeinsamkeit einen intensiven Lebensumbruch, den wir, nach meiner Ansicht gut gemeistert hatten obwohl es intensiv war - ich war für sie da, so gut ich nur in meiner Emotionalen Turbulenz konnte und auch sie tat es obwohl sie gestern meinte "sie ist kalt zu mir und ich verdiene was besseres".
Es ist ja verständlich, dass eine Beziehung mehr zum durchleben bereithält als wie nur eine Freundschaft und für das braucht man Stärke und das hätten wir beide. Aber wenn beide sich öfters mal nen Arschtritt verpassen und sich Aufrichten und erkennen "Gemeinsam sind wir stärker und das was uns an Gedanken & Emotionen schwächt, dass kicken wir", dann beginnt man sich selbst im hier und jetzt zu formen und nicht mehr aus der Vergangenheiten geformt zu werden.
Ich vermisse sie jetzt schon und das alles was wir noch gemeinsam erleben hätten können, wenn sich dieser Turbulente Lebensumbruch mal bisserl stabilisiert hat aber ich erlaube mir nicht mich von ihr abhängig zu machen, denn ich möcht das Leben mit Verständnis, Tiefgründigkeit, Leichtikeit, Harmonie und Spaß gestalten und für das verändere ich alles in mir was nötig ist.
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